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Perfektionismus: Befreie Dich aus dem Zwang mit 3 Auswegen

Niemand macht absichtlich etwas falsch. So weit, so verständlich. Doch es ist unmöglich, immer und überall perfekt zu sein. Gerade im Job verspüren das jedoch sehr viele Menschen. Dadurch geraten sie leicht in den Teufelskreis des Perfektionismus. Und das oft, ohne es zu merken. Egal was dann erreicht wird, es ist nie genug. Leider ist es schwer, den Zwang wieder loszuwerden. Doch es gibt Auswege. Erfahre hier, welche Hintergründe Perfektionismus haben kann, wie sich das auf Deine Ernährung auswirkt und wie Du Dich befreien kannst.

Was haben die neuen Medien dazu beigetragen?

Anders als früher haben wir heute fast grenzenlose Möglichkeiten. Das liegt nicht zuletzt an der Globalisierung und der Digitalisierung. Dadurch war es noch nie so einfach, einen geeigneten Beruf oder einen passenden Partner zu finden. Denn Onlineportale erlauben es, weltweit und jederzeit auf die Suche zu gehen. Doch die Medaille hat eine Kehrseite: Auch die Konkurrenz ist größer geworden. Das ist einer der Gründe für den zunehmenden Leistungs- und Zeitdruck. Den spüren längst rund 84 Prozent der Arbeitnehmer. In der Folge kann dieser Faktor begünstigen, dass man in den Zwang des Perfektionismus gerät.

Wieso ist der Perfektionismus so gefährlich?

Perfektionisten versuchen alles richtig zu machen, um sich vor “Schande” zu schützen. Außerdem mangelt es ihnen an Zufriedenheit und sie haben ein unermessliches Verlangen nach Kontrolle. Aus diesem Hintergrund versuchen Betroffene, immer den vermeintlichen Anforderungen zu genügen. Das ist zwar lobenswert, doch diese Anforderungen sind oft sehr unrealistisch und können gar nicht erreicht werden. Dann entsteht ein Teufelskreis aus endlosem Streben und Stress. Das kann im schlimmsten Fall ernste Erkrankungen auslösen, wie Essstörungen, Depressionen oder Burnout. Die Zahl dieser Beschwerden stieg in den letzten Jahren dramatisch: 2016 betrug die Zahl der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitstage wegen depressiver Erkrankungen mehr als 114. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2000.

Wie der Perfektionismus Deine Ernährung beeinflusst

Menschen, die immer perfekt sein wollen, sind oft auch unzufriedener mit sich und ihrem Körper. Das belegen Studien australischer Forscher, die 1000 Frauen unterschiedlichen Alters und Gewichts befragten. Diese Körperunzufriedenheit kann mit dem zusätzlichen Stress und endlosem Streben dazu führen, dass Perfektionisten eher zu ungesunder Kost greifen. Außerdem ist das Risiko hoch, dass Betroffene an Essstörungen erkranken. Um Dich aktiv davor zu schützen, kann das Wissen über Perfektionismus entscheidend sein.

Ausweg #1: Passe Deine Leistungsbereitschaft an.

Jede Person hat seine ganz eigenen Schwächen und Stärken. Das bewusst wahrzunehmen, fällt Perfektionisten häufig nicht leicht. Versuche deshalb ganz bewusst zu beobachten: welche Tätigkeiten fallen Dir leicht? Und wobei hast Du Schwierigkeiten? Dafür kannst Du auch Außenstehende fragen. Bitte also Führungskräfte oder Kollegen um eine Einschätzung Deiner Talente. Mit dem Wissen solltest Du anschließend überlegen, wie Du Deine Kraft besser einsetzen kannst. Denn wenn Du Dich permanent überforderst, wirst Du weiter im Zwang des Perfektionismus gefangen bleiben. Das steigert das Risiko, dass Du ernsthaft krank wirst. Und so kannst Du gar keine Leistung mehr bringen.

Ausweg #2: Reflektiere Deine Maßstäbe.

Es ist völlig normal, nicht zu jeder Zeit alle Aufgaben zu 100 Prozent zu erledigen. Doch das heißt nicht automatisch, dass man deswegen faul ist. Vielmehr können äußere Einflüsse dafür sorgen, dass auch mal Arbeit liegen bleibt. Zum Beispiel ein Verkehrsstau oder eine Verspätung des Geschäftspartners. Solche Verzögerungen sind alltäglich und können immer wieder passieren. Deswegen solltest Du Deine eigenen Maßstäbe prüfen: Bist Du zu streng mit Dir? Denkst Du, dass es okay ist, eine Aufgabe nur zu 80 Prozent zu erledigen? Tatsächlich reicht das manchmal aus. Denn das ist immer noch besser, als sie gar nicht zu bearbeiten.

Ausweg #3: Gleiche den Arbeitsaufwand an.

Bei der Aufgabenfülle des Alltags ist es notwendig, dass Du Dir eine Struktur zurecht legst. Denn es ist effektiver, wenn Du die anstehende Arbeit nach Wichtigkeit sortierst. Hier zeigen sich bei Perfektionisten oftmals Probleme. Sie denken oft, dass jede Aufgabe eine große Bedeutung hat. Um sich nicht im Teufelskreis des Perfektionismus wiederzufinden, solltest Du deshalb täglich kritisch überlegen: Wie viel Aufwand benötigt die jeweilige Tätigkeit wirklich? Und ist es notwendig, kleinere Teilaufgaben vollständig zu erledigen? Dieses logische Reflektieren verleiht Dir mit großer Wahrscheinlichkeit Klarheit. Und das Beste ist, dass sie den Teufelskreis des Perfektionismus verhindern kann.

Fazit: Perfektionismus ist keine Einbahnstraße!

Wie Du siehst, bist Du dem Perfektionismus nicht schutzlos ausgeliefert. Setze Dich aktiv zur Wehr um gesund zu bleiben und Dich gegebenenfalls aus dem Zwang zu befreien! Wenn Du mehr über Perfektionismus wissen möchtest, kannst Du uns gerne kontaktieren. Wir beraten und begleiten Dich auf Deinem Weg!

(Coverbild: © puhhha | stock.adobe.com)

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