Blutzucker-Messgerät mit der Anzeige 126 liegt auf einer Kiste mit frischem Gemüse

Diabetiker-Rezepte: Worauf es ankommt – Tipps & Infos zum Weltdiabetestag

Rund um die Themen Ernährung, Gesundheit und Lebensmittellagerung gibt es eine ganze Reihe von Fehlinformationen und Halbwahrheiten. Manchmal kommt es jedoch wirklich darauf an, das richtige Wissen zur Verfügung zu haben – zum Beispiel wenn eine Diabetes-Erkrankung vorliegt. In solchen Fällen wollen die Informationen erst recht sorgfältig recherchiert sein. In diesem Beitrag gehen wir speziell darauf ein, an welche Ratschläge sich Diabetiker*innen bei Rezepten tatsächlich halten sollten – oder auch diejenigen, die für sie mitkochen möchten. Zudem es gibt auch eine ganze Reihe von Dingen, von denen man besser die Finger lassen sollte, wenn man eine Diabetes-Erkrankung bei sich vermutet.

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Lies gerne auch Teil Eins des Doppelbeitrags: Gesunde Ernährung bei Diabetes – 5 Tipps zum Weltdiabetestag!

Womit kochen Diabetiker*innen? Rezepte immer wachsam auswählen

Wie bereits in Teil Eins erwähnt, ist es wichtig, zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetes zu unterscheiden. Als Faustregel gilt:

  • Menschen mit Diabetes Typ 1 können theoretisch alles essen – vorausgesetzt, sie setzen die Insulinzufuhr entsprechend richtig an.
  • Bei Diabetes Typ 2 ist die Sachlage deutlich schwieriger, da hier verschiedene Faktoren in puncto Gewichtskontrolle, Herz-Kreislauf-System, et cetera hinzukommen.

Doch wie immer beim Thema gesunde Ernährung haben auch Diabetiker*innen – Typ 2 und Typ 1 – einiges zu beachten. Das gilt gerade auch für die Auswahl von Rezepten, denn bei den Zutaten sollten sie etwas genauer hinsehen.

Was sollte man bei Diabetes nicht essen?

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die bei der Ernährung bei Diabetes besser rausfallen. Die gute Nachricht ist: Im Grunde gelten die gleichen Ernährungsregeln wie für Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel – auch wenn sie dabei etwas vorsichtiger sein sollten. Das heißt zum Beispiel Vorsicht bei:

  • Tierischen Produkten wie Eier, Fleisch und Wurst – wegen der gesättigten Fettsäuren.
  • Süßigkeiten und Lebensmitteln mit hohem Zuckeranteil – aufgrund der Auswirkungen auf das Gewicht. Einem Genuss in Maßen steht jedoch nichts entgegen.
  • Lightprodukten – denn wenn sie wenig Fett enthalten, haben sie es oft in Sachen Zucker in sich; und andersrum.
  • Alkoholischen Getränken, da die Leber keinen Zucker freigeben kann, während sie noch mit dem Abbau des Alkohols im Blut beschäftigt ist (wie bereits in Teil Eins erklärt).
  • Eiweißreichen Produkten, falls ein Nierenschaden besteht – oft eine Folge von langfristig hohem Blutzucker. Das betrifft etwa tierische Produkte, Hülsenfrüchte und einiges mehr.

Gerade beim Ernährungsplan mit Rezepten für Diabetiker*innen Typ 2 ist es oft wichtig, ein Kaloriendefizit zu erreichen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um das Gewicht zu reduzieren; schließlich ist Übergewicht die Hauptursache für eine Diabetes-Erkrankung. Deshalb ist es auch essenziell, sich aktiv zu bewegen und Sport zu treiben. Beide Maßnahmen helfen dabei, die Insulinresistenz in den Körperzellen zu senken.

Rezepte für Diabetiker*innen: Welche Zutaten eignen sich also?

Das oberste Ziel einer gesunden Ernährung für Diabetiker*innen besteht in der Ausgewogenheit: Alle wichtigen Makronährstoffe, Vitamine, Spurenelemente und so weiter müssen ausreichend abgedeckt sein. Allgemein sind einige Zutaten-Alternativen gesünder oder besser geeignet als andere:

  • Langkettige Kohlenhydrate (auch als komplexe Kohlenhydrate bezeichnet) sind gesünder, weil der Körper mehr Zeit benötigt, um sie aufzuspalten und die Energie in den Körper abzugeben. Gute Lieferanten sind Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte.
  • Ungesättigte Fettsäuren sind gegenüber den gesättigten Fettsäuren im Ernährungsalltag vorzuziehen. Diese sind vorrangig in Pflanzenölen zu finden, zum Beispiel in Lein-, Oliven-, Raps- oder Walnussöl). Auch Fisch enthält viele dieser guten Fette.
  • Gute Proteinquellen sind Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen, erneut Fisch oder auch Fleisch (fettarm). Bei Rezepten für Diabetiker*innen mit geschädigten Nieren sind diese Zutaten jedoch mit Vorsicht zu genießen.
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel haben einige entscheidende Vorteile. Erstens entschleunigen sie die Umwandlung von Kohlenhydraten – das wiederum sorgt für mehr Konstanz bei den Blutzuckerwerten. Zweitens steigern sie die Insulinempfindlichkeit in den Körperzellen, was für Diabetes Typ 2-Erkrankte besonders wichtig ist. Und drittens sorgen sie für dafür, dass das Sättigungsgefühl länger anhält.

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Wie Du siehst, gibt es zwar einige Dinge, die bei einer gesunden Ernährung für Diabetiker*innen eine größere Rolle spielen als bei Menschen, die über einen gesunden Stoffwechsel verfügen. Dennoch gibt es eine Menge Spielraum für Fantasie und Kreativität in der Küche. Und für alle gilt: Frisch gekocht ist immer noch am besten.

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(Coverbild: © ratmaner | stock.adobe.com)

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